Côtes du Rhône régional

Eine lange Geschichte in vielen Episoden! Eine privilegierte „Verkehrsstraße“ zwischen der mediterranen Welt und Nordeuropa bzw. dem atlantischen Europa

  1. Immer dem Fluss entlang! Das Weinbaugebiet der Appellation Côtes-du-Rhône erstreckt sich entlang der Mäander und sanften Ufer des Flusses und umfasst 171 Gemeinden sowie reiche, vielseitige Terroirs, die alle von der gleichen großzügigen Sonne profitieren. Nehmen Sie sich Zeit für die Entdeckung dieser Weinberge, deren Diversität und Charakter Sie überraschen wird. Hier finden sich so manche, oft ungeahnte Schätze... Die Winzer der AOC Côte-du-Rhône arbeiten täglich gemeinsam auf ein Ziel hin: die Garantie bester Weine, vom Anbau bis zur Cuvée... Denn eines ist sicher: Die Weine dieser AOC, bei denen es sich vorwiegend um Rotweine handelt, sind allesamt großzügig, fein, angenehm und würzig.

    Wohlgeschmack




    Für die Appellation sind insgesamt 21 Rebsorten zulässig. Sicherlich haben die klimatischen Bedingungen und die Bodenbeschaffenheit deren Anpflanzung entscheidend beeinflusst. Die Auswahl ihrer eigentlichen Eigenschaften sowie die Finesse und Vielfalt ihrer Cuvées sind aber insbesondere der Verdienst aller Winzer der AOC. Für sie steht im Mittelpunkt, stets einen ausgewogenen, harmonischen Wein zu erzeugen.

    In den Rotweinen sorgt die Basisrebsorte Grenache für fruchtige, warme und runde Aromen. Syrah und Mourvèdre verleihen dem Wein würzige Aromen sowie eine kräftige Farbe und Struktur, wodurch er für eine Alterung in Frage kommt.
    Cinsault verspricht Finesse und ermöglicht die Kelterung von Roséweinen und fruchtigen Primeurweinen. Die Weißweine sind dank der Cuvée aus verschiedenen Rebsorten wie Bourboulenc, Grenache Blanc, Roussanne, Marsanne, Clairette und/oder Viognier eine Mischung aus Aromen und Frische.
    Wiederum auf den Vorschlag der Winzer hin wird 1996 ein neues Appellationsdekret verabschiedet, dessen Ziel es ist, die Typizität der Weine der Côtes-du-Rhône zu stärken. Bei den Rot- und Roséweinen muss die Grenache mindestens 40 % des Rebsortenbestands darstellen (mit Ausnahme der Weine, die im nördlichen Teil auf Basis der Syrah-Traube hergestellt werden).
    Ebenso machen bei den Weißweinen die Rebsorten Grenache Blanc, Clairette, Marsanne, Roussanne, Bourboulenc und Viognier 80 % des Rebsortenbestands aus.

    Das traditionelle Fest „Ban des vendanges“, das den Beginn der Weinlese einläutet, verbindet beide Ufer der Rhone sowie die Städte an ihrem Lauf, von der Schweiz bis zur Camargue und insbesondere von Vienne bis Avignon. Der „Ban des Vendanges“ hat sich zu einem traditionellen Fest entwickelt, das für die Bürger von Avignon und die der benachbarten Regionen der Appellation eine große Bedeutung hat. Nicht zuletzt ist es ein Magnet für die zahlreichen Touristen, die sich zu dieser Zeit noch in der Gegend aufhalten.

  2. Geschichte

    Die in der Region mit großem Erfolg durchgeführten Ausgrabungsarbeiten sowie die historischen Studien belegen, dass die Côtes-du-Rhône eine der ersten Weinbauregionen der Welt war. Bereits 125 v. Chr. gründen die Römer die Stadt Vienne und legen dort den Weinberg an. Sie bepflanzen ihn mit Rebstöcken und errichten niedrige Mauern zum Schutz der Terrassen. Durch sie wird die Gegend zu einer der schönsten Regionen der ehemaligen Provinz Gallia Narbonensis. Aus mehreren Schriftstücken geht hervor, dass hier im Mittelalter und in der Renaissance Wein erzeugt wurde. Das XVII. und XVIII. Jahrhundert markieren den Fortschritt des Weinbaus an der Rhone. Man beginnt mit dem Export von Wein. Im XVII. Jahrhundert ist „Coste du Rhône“ der Name eines Regierungsbezirks der Viguerie von Uzès (Gard), die für ihre Weine berühmt ist. Im Jahre 1650 werden ihre Authentizität und Qualität durch eine Regelung geschützt. Ein Edikt des Königs von Frankreich sieht im Jahre 1737 das Einbrennen der Buchstaben „C.D.R.“ in die zum Verkauf und zum Transport bestimmten Weinfässer vor. Erst Mitte des XIX. Jahrhunderts wird die Côte du Rhône durch die Erweiterung des Anbaugebietes um die Weinberge auf der linken Seite der Rhone in Côtes du Rhône umbenannt. Dieser Bekanntheitsgrad, den der Wein im Laufe der Jahrhunderte erzielte, wird 1936 von den Amtsgerichten von Tournon und Uzès bestätigt. Auf Betreiben des Baron Le Roy – einer mutigen und visionären Persönlichkeit – wird diese Bekanntheit noch verstärkt und nimmt 1937 durch die Anerkennung des Weinbaugebietes als AOC – Appellation d'Origine Contrôlée – Côtes du Rhône Gestalt an.
    Im Jahre 2004 wird das Appellationsgebiet Côtes-du-Rhône um 10 neue, für die Produktion der Weine der AOC Côtes-du-Rhône geeignete Gemeinden erweitert.


    Lastenheft der Appellation aufrufen (INAO)

    1937
    Gründung der AOC Côtes du Rhône régional
  3. Geografie

    Die Weinberge der Appellation reichen von Vienne bis Avignon. Die Appellation Côtes du Rhône verteilt sich auf 171 Gemeinden in sechs Departements (Ardèche, Drôme, Gard, Loire, Rhône und Vaucluse), über eine Fläche von 44.000 Hektar.

    Klima

    Mediterran beeinflusstes Klima. Das Weinbaugebiet, über das der Mistralwind mit seiner reinigenden und trocknenden Wirkung hinwegweht, profitiert vor allem von einem außergewöhnlichen Klima mit vier verschiedenen Witterungsperioden: zwei Trockenperioden (eine kurze im Winter und eine sehr lange im Sommer) sowie zwei Regenperioden, eine im Herbst (mit sehr starken Regenfällen) und eine im Frühling. Die Sommer sind heiß und kurz, was mit den nach Norden ziehenden, subtropischen Antizyklonen zusammenhängt, und werden von manchmal heftigen Gewitterepisoden unterbrochen. Die Winter sind mild. Es regnet kaum und schneit selten.

  4. Die Böden

    Die regionale Appellation umfasst fünf hauptsächliche Bodentypen.
    Die Böden aus Kieselsteinen und Lehm, die steinigen Böden und die Böden mit verstreuten Steinen (an den Hängen der Reliefs) versorgen die Reben regelmäßig mit Wasser und ihre Steine strahlen die am Tage aufgenommene Wärme nachts wieder ab. Diese Böden eignen sich besonders für die Herstellung von lagerfähigen Weinen.
    Die Löss- und Sandböden bieten eine kontrastreichere Wasserversorgung. Sie eignen sich besser für die Herstellung von Weiß- und Roséweinen sowie von leichteren Rotweinen.

  5. Zahlen von Côtes du Rhône régional

    Produktionsfläche

    32 036 hectares

    Gesamtproduktion

    1 472 035 hl

    Farbe

    • 87% Rot
    • 6% Weiss
    • 7% Roséwein

    Durchschnittlicher
    jährlicher Ertrag

    46 hl/ha

    *Exportzahlen nach der letzten Studie der Exportströme

    Quelle: Erntemeldung 2016