Luberon

Die Weinreben gedeihen hier seit der Antike.

Die Lage des Weinbaugebietes in einer Höhe zwischen 200 und 450 Metern ermöglicht eine große Temperatuschwankungsbreite während des Tages, durch die ein frischer Wein erzielt wird.

  1. In der wilden und ungebändigten Gegend des Luberon entfalten sich die Weinstöcke unter der helfenden Hand des Menschen. In dieser natürlichen Umgebung entfalten die Weine ihren reinen und charakteristischen Charme.
    Christophe Tassan

    Sommelier und Botschafter des Rhonetals

    Der Luberon ist eines der südlichsten Weinbaugebiete des Rhonetals. Die Region ist typisch für die Provence und bietet architektonische Schätze im Überfluss: Kathedralen, Schlösser, Bergdörfer und Renaissance-Bauten… Mit ihrem Charme und ihrer süßen Lebensart zog sie viele Künstler wie Picasso, André Lhote, Nicolas de Staël, Camus und viele andere in ihren Bann …
    Die Weinreben gedeihen hier seit der Antike. Sie haben sich die intakte Natur des Regionalen Naturparks zu eigen gemacht. Obwohl die Weine vom sanften mediterranen Klima profitieren, behalten sie einen frischen Abgang. Die Lage des Weinbaugebietes in einer Höhe zwischen 200 und 450 Metern ermöglicht eine große Temperatuschwankungsbreite während des Tages, durch die ein frischer Wein erzielt wird. Die Reben ergeben somit schöne elegante Weißweine, die die Vermentino-Traube mit ihren Zitrusfruchtaromen ergänzt. Unter der Appellation werden zwar Weine in allen drei Farben produziert, die Rosés dominieren jedoch... Sie sind aromatisch und von Finesse und Lebhaftigkeit geprägt.

    Wohlgeschmack




    Die Weine mit dem Qualitätssiegel AOC Luberon sind zwingend Cuvées aus mehreren Rebsorten. Die Rot- und Roséweine setzen werden aus den Rebsorten Syrah und Grenache Noir gekeltert und von Mourvèdre und Cinsault ergänzt.
    Der Rotwein aus der AOC Luberon ist rund im Geschmack, fruchtig und üppig, und bietet Aromen von schwarzen Johannisbeeren, Brombeeren, Himbeeren... Manche Cuvées haben pfeffrige Noten, ohne jedoch die für die Appellation typische Frische zu verlieren.

    Die Roséweine sind besonders frisch und zeigen schöne Abstufungen von Rosa, von sehr blassem Rosa bis Pink. Im Mund hinterlassen sie Aromen von typisierten roten Früchten (Erdbeere, Johannisbeere) oder exotischere Noten.

    Die Weißweine enthalten die Rebsorten Grenache Blanc, Clairette Blanche, Vermentino, Bourboulenc, Roussanne, Marsanne, Ugni Blanc und Viognier. Diese Cuvées verleihen den Weißweinen der Appellation Lebhaftigkeit und Eleganz. Sie entwickeln eine sehr schöne Aromapalette, die bei den fruchtigen Weinen von Pampelmuse bis Pfirsich und bei den komplexeren Cuvées von Honig bis getoastetem Brot reicht.

  2. Geschichte

    Der Luberon hat eine reiche Geschichte, die bis auf die 5.000 Jahre alte Zivilisation von Lagoza zurückgeht. Anthropomorphe Stelen zeugen von der Präsenz dieser ersten Bauern in der Region. Die Geschichte des Weinbaus im Luberon begann in der Antike, als die Weinreben angepflanzt wurden. Die griechischen Siedler führten Wein und wahrscheinlich die ersten Rebstöcke mit sich, allerdings entwickelten sich die Weinberge unter den Römern, vor allem in der Region von Aigues.
    In Cabrières d'Aigues wurde ein Flachrelief mit Darstellungen von Weinfässern gefunden, das erste, das auf diese Art von Gefäßen Bezug nahm. In der Region wurden ebenfalls Weingefäße (Amphoren, Glasballons) entdeckt, die denen ähneln, die die Stele von Cabrières zeigt. Beim „Trésor d'Apt“ im Calvet-Museum in Avignon handelt es sich um das zweitschönste bekannte Ensemble von Weinbronzen (aus dem II. und III. Jahrhundert) hinter dem von Pompeji.
    Im Laufe des Mittelalters, unter der Regentschaft der Päpste von Avignon, erleben die Weinbaugebiete des Luberon einen bedeutenden Aufschwung. Nach den mehr oder weniger prunkvollen Episoden der Renaissance und während der Moderne vergrößert sich das Weinbaugebiet am Ende des XIX. Jahrhunderts sowie in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen.

    Ab den 70er Jahren führen die Winzer der Appellation in den Weinbergen bedeutende Modernisierungsarbeiten durch. Diese Anstrengungen werden im Jahre 1988 mit der Klassifizierung AOC Luberon belohnt.


    Lastenheft der Appellation aufrufen (INAO)

    1988
    Gründung der AOC Luberon
  3. Geografie

    Das Weinbaugebiet erstreckt sich über 36 Gemeinden im Regionalen Naturpark Luberon, im Departement Vaucluse. Es grenzt im Norden an den Fluss Calavon und im Süden an die Durance und verteilt sich auf beide Hänge des Luberon-Massivs. Ausgenommen ist jedoch die Schlucht Combe de Lourmarin, die den Großen Luberon vom Kleinen Luberon trennt.

    Der Regionale Naturpark Luberon wurde im Jahre 1997 von der UNESCO in das weltweite Netz der Biosphärenreservate aufgenommen. Für die Vorbildlichkeit, mit der hier ein Gleichgewicht zwischen der ökonomischen Entwicklung und dem Schutz einer reichhaltigen und wilden Natur erzielt wurde, hob die UNESCO den Park außerdem in den Rang „gelebtes Modell“ der nachhaltigen Entwicklung.

    Klima

    mediterran, beeinflusst durch die Höhenlage, die starke Temperaturschwankungsbreiten begünstigt. Mit seinen ca. 2.600 Sonnenstunden im Jahr ist der Luberon eine der sonnenreichsten Regionen Frankreichs, wodurch die weißen Rebsorten optimal heranreifen können. Der deutliche Temperaturrückgang in der Nacht ermöglicht der Rebe, sich mit Feuchtigkeit zu versorgen und stärkt den Charakter der roten Trauben.

  4. Die Böden

    Die Böden sind unterschiedlich beschaffen und befinden sich in mittlerer Höhenlage (200 und 450 m): Sand des Miozäns in der Region von Aigues, Kalkschutt am Fuße des Gebirges und typische rote Tonerde in der Region von Apt.

  5. Zahlen von Luberon

    Produktionsfläche

    3 362 hectares

    Gesamtproduktion

    156 001 hl

    Farbe

    • 35% Rot
    • 19% Weiss
    • 46% Roséwein

    Durchschnittlicher
    jährlicher Ertrag

    46 hl/ha

    *Exportzahlen nach der letzten Studie der Exportströme

    Quelle: Erntemeldung 2016