Rasteau

Das Dorf Rasteau im Departement Haut-Vaucluse, hoch oben auf einem Hügel in 200 Metern Höhe gelegen, schaut auf die Gebirgskette Dentelles de Montmirail.

  1. Das imposante, weitläufige, sonnige, und reiche Rasteau ist von der Natur beschenkt. Seine vom Himmel begünstigten Weine zeichnen sich durch ihre Komplexität aus.
    Christophe Tassan

    Sommelier und Botschafter des Rhonetals

    Das dörfliche Leben spielt sich auf dem wichtigsten Platz, dem von Platanen gesäumten Place d’Apparent, ab. Hier haben sich die Läden angesiedelt, und hier werden die hauptsächlichen Feste gefeiert.

    Das Weinbaugebiet ist relativ gut vor dem Mistral geschützt und hat volle Südlage. Die sehr vielfältigen Böden und das sehr unebene Relief bilden die Basis für die Produktion von trockenen Rotweinen mit einer starken Typizität. Dank der Qualität der aus ihr hervorgehenden Weine und ihrer dynamischen Winzer erhielt die AOC Rasteau im Jahre 2010 die Prädikatsbezeichnung „Cru des Côtes du Rhône“.
    Rasteau ist ebenfalls für den dort gekelterten natürlichen Süßwein bekannt.

    Wohlgeschmack




    Die AOC-Weine müssen mindestens 50 % Grenache enthalten. Die Grenache Noir ist die Königin der Rebsorten des Weinbaugebietes Rasteau. Man findet sie in allen dort hergestellten Cuvées. Diese Rebsorte sorgt für strukturierte aromatische Weine und verleiht ihnen Großzügigkeit und Rundheit... Sie ist eine widerstandsfähige Traube, die gegen Wind und Trockenheit resistent ist, und eignet sich perfekt für das Terroir von Rasteau und dessen gut exponierte Hänge mit ihrer trockenen, wenig fruchtbaren Erde. Sie stammt von alten Rebstöcken und ergibt starke strukturierte Weine mit Aromen von reifen Früchten und Gewürzen.

    Für ausgewogene Weine wird die Grenache mit Syrah und Mourvèdre (mindestens 20 %) verschnitten. Die Syrah, die aus den Weinlagen der nördlichen Côtes du Rhône stammt, wird in Rasteau noch nicht so lange angebaut. Mit ihr werden feine komplexe Weine mit intensiver Farbe, Noten von schwarzen Früchten, Veilchen und Gewürzen erzielt. Die Mourvèdre ist den Terroirs mit den besten Lagen vorenthalten und erbringt tanninhaltige und sehr strukturierte Weine mit Aromen von Unterholz und kandierten Früchten.

    Weitere Rebsorten sind: Carignan, die traditionelle Traube aus den Weinbaugebieten des Mittelmeerraums, die hohe Anforderungen an Wärme hat, gegen Trockenheit und Wind gefeit ist und sich in den warmen, trockenen Terroirs von Rasteau wohlfühlt. Unter diesen wenig fruchtbaren Bedingungen ergibt sie Weine mit einer schönen Farbe, die strukturiert und alterungsfähig sind.


    Au Grenache, on associe la Syrah et le Mourvèdre (20% minimum) pour obtenir des vins équilibrés. La Syrah, originaire des crus des Côtes du Rhône Septentrionaux, est d’implantation plus récente à Rasteau. Elle donne des vins à la couleur intense, fins et complexes, aux notes de fruits noirs, de violette et d’épices. Le Mourvèdre est réservé aux terroirs les mieux exposés et produit des vins tanniques et très structurés, aux arômes de sous-bois et de fruits confits.

    Parmi les autres cépages, on citera : le Carignan, cépage traditionnel des vignobles du pourtour méditerranéen, exigeant en chaleur, résistant à la sécheresse et au vent, adapté aux terroirs chauds et secs de Rasteau. Dans ces conditions peu fertiles, il donne des vins de belle couleur, structurés et aptes au vieillissement.

  2. Geschichte

    Das Weinbaugebiet Rasteau soll im Jahr 30 v. Chr. entstanden sein. Nachdem es einige Zeit lang relativ in Vergessenheit geraten war, wurde es im Mittelalter von Geistlichen wiederentdeckt, so dass es im XVIII.

    Jahrhundert sogar eines der wichtigsten Weinbaugebiete der Vaucluse wurde, das insbesondere für seine natürlichen Süßweine bekannt ist. Im Jahre 1870 wird es von der Reblaus vernichtet und die Winzer behelfen sich mit amerikanischen Rebunterlagen. Im Jahre 1935 knüpfen die Winzer an die Geschichte an und stellen in Rasteau erneut einen natürlichen Süßwein her. Das Dorf erhält 1937 den Status AOC Côtes du Rhône, und 1944 wird das Siegel AOC Rasteau für die natürlichen Süßweine eingeführt. Die in der Gemeinde von Rasteau produzierten trockenen Weine werden 1966 in die Kategorie der Côtes du Rhône Villages aufgenommen. Dem kämpferischen Geist der Weinbauern ist es zu verdanken, dass die (trockenen) Rotweine aus Rasteau im Jahre 2010 in den Rang einer lokalen Appellation gehoben werden. Rasteau zählt von nun an zu den Weinen des südlichen Rhonetals mit der Prädikatsbezeichnung Cru.

    Lastenheft der Appellation aufrufen (INAO)

    2010
    Gründung der AOC Rasteau
  3. Geografie

    Das Weinbaugebiet der AOC erstreckt sich über den Großteil der Böden des Dorfes im Departement Vaucluse.

    Klima

    Mediterran beeinflusstes Klima, Hänge mit Südausrichtung, leicht vor dem Mistral geschützt.

  4. Die Böden

    Zu den zahlreichen Vorzügen der Weinlage Rasteau zählen die sehr vielfältigen Böden, die den Weinen eine große Palette an Aromen verleihen. Letztere liegen zwischen Mächtigkeit und Eleganz. Das Terroir besteht aus Kalk-Lehmböden, Skelettböden auf Mergel sowie Böden aus roter Tonerde auf Sandstein. Jede Rebunterlage wird je nach Bodentypologie gewählt, sodass die Reben unter besten Bedingungen angebaut werden können.

    Zahlreiche Parzellen sind mit Rollkies bedeckt. Dieser Kies wurde während der Gletscherschmelze vor über 18 Millionen Jahren vom Fluss Ouvèze aus den Alpen herangespült. Seine Besonderheit besteht in seiner Kapazität, die am Tag gespeicherte Wärme nachts an die Reben weiterzugeben, wodurch die Konzentration der Trauben begünstigt wird.

    Während der Sommerzeit muss sich die Rebe die für ihre Entwicklung benötigten Ressourcen aus den tieferen Erdschichten holen. Dank ihres Wurzelsystems erleidet sie einen geringeren Trockenstress, wodurch ihre Trauben optimal heranreifen können. Die „kargen“ Böden von Rasteau ermöglichen die Herstellung von Weinen großer Qualität.

  5. Zahlen von Rasteau

    Produktionsfläche

    949 hectares

    Gesamtproduktion

    33 494 hl

    Farbe

    • 100% Rot

    Durchschnittlicher
    jährlicher Ertrag

    35 hl/ha

    *Exportzahlen nach der letzten Studie der Exportströme

    Quelle: Erntemeldung 2016