Rochegude

Côtes du Rhône Villages

Es war einmal ... „ Rochegude“, die Geschichte einer Burg ...

  1. Mit seiner überaus stattlichen Erscheinung wacht das Dorf Rochegude über seine Weinberge. Seine erstklassigen und fruchtigen Weine stehen für Harmonie und Natürlichkeit.
    Christophe Tassan

    Sommelier und Botschafter des Rhonetals

    Es war einmal vor langer, langer Zeit ... Rochegude, eine Burg, deren Geschichte auf einem Felsmassiv begann, an dessen Fuß eine weite Ebene lag, die heute Weingärten zieren. Ursprünglich nannte sich der Landstrich „Roche Aigues“ (spitzer Felsen). Zur Zeit der Römer wurde daraus „Roche Acuta“, was sich später in „Rochegude“ umwandelte. Der Ort galt als Hochburg des Weinbaus an der Rhône und die hier erzeugten Weine waren bei den Römern sehr beliebt. Selbst der Kaiser Domitian sprach sich wiederholt lobend über sie aus. Sein damaliger Verwalter Cassius Severianus, der mit der Wiederherstellung bzw. der Wiederanlage der gallischen Weinberge betraut war, verweilte eine Zeit lang hier. Von diesem Aufenthalt zeugt heutzutage noch eine lokale Rebe, die den Namen „La Cassieuse“ trägt. Im 18. Jahrhundert gelangt das Weinbaugebiet unter dem Marquis von Acqueria zu weiterer Berühmtheit. Letzterer, ein kluger und weitblickender Winzer, ließ die hochwertigen Rebsorten Tinto und Jerez (Palomino) aus Spanien kommen und bestockte damit die Weinberge. Dieses Bemühen um eine kontinuierliche Qualitätssteigerung wurde 1966 durch die Anerkennung der Appellationsbezeichnung Côtes du Rhône Villages Rochegude belohnt.
    Heute werden in diesem Anbaugebiet, in dem die Reben auf lockeren und kieselsäurehaltigen Böden gedeihen, trinkreife, fruchtig leichte und frische Rotweine erzeugt. Darüber hinaus hat sich Rochegude auch mit der Herstellung von Roséweinen einen Ruf gemacht. Das Bouquet dieser Weine erinnert an rote Früchte, Himbeeren und Rote Johannisbeeren. Am Gaumen wirken sie rund und erfrischend.

    Wohlgeschmack




    In den Rotweinen des Anbaugebietes überwiegt die Grenache Noir. Ergänzt wird diese durch Syrah und/oder Mourvèdre, die mit mindestens 20 % zum Einsatz kommen. Das Ergebnis sind dichte farbintensive und körperreiche Weine, die noch einige Jahre reifen können. Jung bestechen diese Weine durch duftende Noten von reifen Früchten. Am Ende der Lagerung entwickeln sie gegrillte und waldige Aromen.

    Die Weißweine werden aus den Sorten Grenache Blanc, Clairette Blanche, Marsanne Blanche, Roussanne Blanche, Bourboulenc Blanc und Viognier Blanc gekeltert, deren Anteil mindestens 80 % der Cuvée ausmachen muss. Die Weine sind ausgeglichen mit schöner Frucht, die Aromen sind intensiv mit fruchtigen Anklängen.
    Der Mindestalkoholgehalt für die Rotweine beträgt 12,5 Vol.-% und für die Rosé- und Weißweine 12 Vol.-%.

  2. Geschichte

    Die Weine, die bereits zur Römerzeit hochgeschätzt waren (ein Dekret des Kaisers Domitian lässt darauf schließen), haben im Verlauf der Geschichte nichts von ihrem Renommee eingebüßt.
    Im 18. Jahrhundert verlieh der Marquis von Acqueria dem örtlichen Weinbau neue Impulse, indem er weitere Qualitätsmaßnahmen einleitete.
    Dem steten Bemühen und Einsatz der Winzer ist es zu verdanken, dass die Weine von Rochegude seit 1967 als Côtes du Rhône Villages mit Anführung des Gemeindenamens angeboten werden dürfen.




    Lastenheft der Appellation aufrufen (INAO)

    1967
    Gründung der AOC Rochegude
  3. Geografie

    Der Weinberg erstreckt sich einzig und allein auf die Gemeinde Rochegude im südlichen Teil des Département Drôme.

    Klima

    Vom Mistral beeinflusstes mediterranes Klima.

  4. Die Böden

    Roter Tonboden; durchlässiger, leichter Sandstein mit kieselhaltigen Zonen.

  5. Zahlen von Rochegude

    Produktionsfläche

    187 hectares

    Gesamtproduktion

    6 301 hl

    Farbe

    • 99% Rot
    • 1% Weiss

    Durchschnittlicher
    jährlicher Ertrag

    34 hl/ha

    *Exportzahlen nach der letzten Studie der Exportströme

    Quelle: Erntemeldung 2013