Rousset-les-Vignes

Côtes du Rhône Villages

Die Böden dieses Weinbergs bringen luftige, fruchtige und weiche Rotweine mit sanften Tanninen hervor.

  1. Rousset-les-Vignes ist ein verstecktes und geschütztes Fleckchen Erde, an dem das Terroir und der Weinstock mit Leichtheit Ausdruck finden. Die erhaltene Natur findet hier Ausdruck in ihrer reinen Form.
    Christophe Tassan

    Sommelier und Botschafter des Rhonetals

    Eine wunderschöne Aussicht, steil ansteigende Straβen, … die Reise nach Rousset-les-Vignes führt dicht an den Wegen vorbei, die einst Hannibal auf seiner Alpenüberquerung beschritt! Das sich an das Gebirgsmassiv La Lance klammernde Weinbaugebiet ist eines der nördlichsten der Côtes du Rhône Meridional. Mit seinen 300 Hektar Rebfläche, von denen nur rund sechzig bestockt sind, ist es auch eines der bescheidensten im Rhônetal.
    Im 15. Jahrhundert wurden im Kataster bereits dem Weinbau zuträgliche Bodenqualitäten hervorgehoben, die das Potenzial dieser Lage erahnen ließen. Seitdem haben die Geologen alle Geheimnisse des Bodens gelüftet. Die Sandsteinhügel, auf denen die Weinreben gezogen werden, sind ein Gemisch aus Sand- und Muschelfossil, welches das Meer vor achtzehn Millionen Jahren abgelagert hat. Diese Böden bringen luftige, fruchtige und weiche Rotweine mit sanften Tanninen hervor. Die Weine aus den höheren Lagen sind kraftvoll und haben mehr Struktur. Gekeltert werden die Weine aus den Leitsorten der Côtes du Rhône: Grenache Noir, Syrah, Mourvèdre und Cinsault. Die orangeroten Roseweine, die an die Farbe eines Granatapfels erinnern, überzeugen mit Aromen von roten Früchten.

    Wohlgeschmack




    In den Rotweinen des Anbaugebietes überwiegt die Grenache Noir. Syrah und/oder Mourvèdre sind mit mindestens 20 % vertreten. Diese farbintensiven und dichten Weine zeigen in jungen Jahren Aromen von Steinobst, die mit zunehmendem Alter in Noten von Leder und Trüffel übergehen.
    Die Roséweine müssen mindestens 50 % Grenache sowie mindestens 20 % Syrah und/oder Mourvèdre enthalten. Die weißen Rebsorten (Grenache, Clairette, Marsanne, Roussanne, Bourboulenc und Viognier) dürfen nicht mehr als 20 % der Komposition ausmachen. Sie können je nach Weinbereitungsmethode („Saignée“ oder Pressung) 2 bis 4 Jahre gelagert werden.
    Die Weißweine werden aus den Sorten Grenache Blanc, Clairette Blanche, Marsanne Blanche, Roussanne Blanche, Bourboulenc Blanc und Viognier Blanc gekeltert, deren Anteil mindestens 80 % der Cuvée ausmachen muss.
    Mindestalkoholgehalt: für die Rotweine 12,5 Vol.-%, für die Rosé- und Weißweine 12 Vol.-%.

  2. Geschichte

    Funde, zu denen auch Oinochoen (altgriechische Weinkannen) und pseudo-ionische Weintrinkschalen zählen, lassen darauf schließen, dass zwischen Mitte des 6. Jahrhunderts und dem 4. Jahrhundert v. Chr. in dieser Gegend bereits Wein konsumiert wurde. Erwähnenswert ist dabei, dass die Gefäße typische gallische Formen aufweisen (karinierte Schalen).
    Im Laufe des 11. Jahrhunderts errichteten die Benediktinermönche von Saint-Pantaléon-les-Vignes vor Ort ein monumentales Kloster (Priorat) und begannen, an den sandsteinhaltigen Hanglagen um das Kloster herum Wein anzubauen. Im 15. Jahrhundert gab es im Kataster bereits Eintragungen, die die Qualität von mehreren Weinlagen hervorhoben, was recht außergewöhnlich ist und verdeutlicht, dass Qualität in diesem Anbaugebiet Tradition hat.
    Seit 1969 dürfen die Weine die Herkunftsbezeichnung Côtes du Rhône Villages Rousset-les-Vignes führen.



    Lastenheft der Appellation aufrufen (INAO)

    1969
    Gründung der AOC Rousset-les-Vignes
  3. Geografie

    Der Weinberg erstreckt sich einzig auf die Gemeinde Rousset-les-Vignes im Departement Drôme.

    Klima

    Mediterranes Klima; die umliegenden Felsformationen halten den Mistral ab.

  4. Die Böden

    Hochgelegene Hänge aus Sandstein und Kies.

  5. Zahlen von Rousset-les-Vignes

    Produktionsfläche

    32 hectares

    Gesamtproduktion

    1 280 hl

    Farbe

    • 97% Rot
    • 2% Weiss
    • 1% Roséwein

    Durchschnittlicher
    jährlicher Ertrag

    40 hl/ha

    *Exportzahlen nach der letzten Studie der Exportströme

    Quelle: Erntemeldung 2016