Saint-Pantaléon-les-Vignes

Côtes du Rhône Villages

Kurs auf die Drôme Provençale, wo sich Lavendel und Olivenbäume abwechseln.

  1. Saint-Pantaléon-les-Vignes ist ein strukturierter und organisierter Wein, der das mütterliche Einverständnis der Natur zur Arbeit des Menschen widerspiegelt. Der Wein dieser Gegend ist ausgewogen und lieblich.
    Christophe Tassan

    Sommelier und Botschafter des Rhonetals

    In diesem kleinen Dörfchen wuchs schon vor Jahrhunderten Wein. 1918 wurde daher auf Vorschlag des Gemeinderates, der diese Besonderheit gerne hervorheben wollte, dem Ortsnamen Saint-Pantaléon „Les Vignes“ (Weinreben) hinzugefügt.
    Zum Kennenlernen dieses Dorfes heißt es Kurs nehmen auf die Drôme Provençale, wo Lavendel und Olivenbäume einander abwechseln. In dieser Landschaft am Fuße des Gebirges La Lance liegt der kleine 400 Hektar große Weinberg der Appellation. Gut geschützt vor den vorherrschenden Winden und ideal nach Westen ausgerichtet fangen die Weinstöcke die letzten Strahlen der untergehenden Sonne ein, um langsam und regelmäßig gereifte Trauben mit harmonischer Konzentration hervorzubringen. Im Zusammenspiel mit den ton- und lehmhaltigen Böden auf denen sie wachsen, ergeben diese Reben, feine und seidige Rotweine mit ausgewogenen fruchtigen Aromen. Die Roséweine besitzen einen runden und weichen Körper, Aromen von Walderdbeere und einige florale Anklänge. Die wesentlich rareren Weißweine weisen ähnliche charakteristische Merkmale auf. Im September können Sie an dem zeremoniellen Weinlesebann Ban des Vendanges teilnehmen. Während dieser Veranstaltung, die auf eine zwei Jahrhunderte alte Tradition zurückgeht, legen der jeweils jüngste und älteste Winzer zusammen mit dem Bürgermeister den Beginn der Weinlese fest.

    Wohlgeschmack




    Die Weine der Appellation schöpfen ihre Kraft aus einer ausgewogenen und kunstvoll komponierten Mischung verschiedener Rebsorten. Zum Einsatz kommen dabei vor allem die wuchskräftige und fruchtbare Grenache-Rebe, die Wind und Trockenheit standhalten kann und Weinen zu Vollmundigkeit sowie fruchtigen und pikanten Aromen verhilft, und die für ihre aromatische Vielfältigkeit und ausgeprägten Tannine bekannte Sorte Syrah.
    Für die Rotweine gilt folgende Zusammensetzung: mindestens 50 % Grenache, mindestens 20 % Syrah und/oder Mourvèdre, höchstens 20 % sonstige zugelassene Rebarten der Appellation.
    Für die Roséweine: mindestens 50 % Grenache, mindestens 20 % Syrah und/oder Mourvèdre, höchstens 20 % sonstige zugelassene Rebsorten; weiße Reben (Grenache, Clairette, Marsanne, Roussanne, Bourboulenc et Viognier) dürfen mit maximal 20 % vertreten sein.

  2. Geschichte

    Die Geschichte der AOC ist eng mit der des Weins verbunden. Man geht davon aus, dass hier bereits Mitte des 6. Jahrhunderts v. Chr. Wein konsumiert wurde. Tatsächlich wurden zahlreiche Weinschalen, Weinkrüge und andere Weingefäße in dieser Region hergestellt. Im 10. Jahrhundert wurde in der Ebene eine Benediktinerabtei errichtet. Um die Abtei herum entstand ein weitläufiger Weinberg. Bauern und Handwerker ließen sich hier nieder, um in der Obhut des cluniazensischen Klosterverbandes zu leben und zu arbeiten. Die eigenständige Herkunftsbezeichnung Saint-Pantaléon-les-Vignes wurde 1969 durch ein im Amtsblatt veröffentlichtes Dekret vom Institut INAO anerkannt.





    Lastenheft der Appellation aufrufen (INAO)

    1969
    Gründung der AOC Saint-Pantaléon-les-Vignes
  3. Geografie

    Das herkunftsgeschützte Anbaugebiet liegt in der Gemeinde Saint-Pantaléon im Süden des Département Drôme auf der Strecke nach Nyons.

    Klima

    Vom Mittelmeer beeinflusstes Klima. Dem vom alles bereinigenden Mistral sanft geschaukelten Weinberg kommt vor allem ein außerordentliches Klima zugute, das von vier Wetterperioden geprägt ist: zwei Trockenperioden (eine kurze im Winter und eine sehr lange im Sommer), zwei Regenperioden, eine im Herbst (mit sehr ergiebigen Regenfällen) und eine im Frühling. Die Sommer stehen unter dem Einfluss subtropischer Hochdruckausläufer und sind heiß und trocken. Sie werden von manchmal heftigen Gewitterperioden begleitet. Die Winter sind mild. Sie bringen selten Niederschläge und noch seltener Schnee.

  4. Die Böden

    Das Terroir des Anbaugebietes besteht aus lehmigen Kalkschotterböden an den Hängen und sandigen Bodensenken. Die Reben wachsen daher in einer nährstoffreichen („fetten“) Erde, die mit weißen mehr oder weniger harten Steinen durchsetzt ist, was für eine ausgeglichene Bodenbeschaffenheit sorgt. In dem leicht zu bearbeitenden Boden vermischen sich die Frische des Tons mit den filtrierenden Eigenschaften der Kalksteine, was für gute Wasser- und Luftdurchlässigkeit sorgt. Dieses Terroir spiegelt sich auch im Glas durch runde, aber nicht ölige Weine und eine reiche, unversehrte Frucht wider.

  5. Zahlen von Saint-Pantaléon-les-Vignes

    Produktionsfläche

    22 hectares

    Gesamtproduktion

    888 hl

    Farbe

    • 100% Rot

    Durchschnittlicher
    jährlicher Ertrag

    41 hl/ha

    *Exportzahlen nach der letzten Studie der Exportströme

    Quelle: Erntemeldung 2016