Saint-Péray

Ein origineller Weißwein!

Perlig und aromatisch...

  1. Hinter der Straßenbiegung erscheint Saint-Péray. Das steinige und geschichtsträchtige Terroir ist wie sein Wein, von einem feinen mineralischen und blumigen Duft eingehüllt.
    Christophe Tassan

    Sommelier und Botschafter des Rhonetals

    Ein origineller Weißwein! Perlig und aromatisch... Das Weinbaugebiet Saint-Péray entfaltet sich auf 75 ha entlang sanfter Hügel am Fuße der Burg Crussol, unter dem Einfluss des ihm wohlgesonnenen „Crussol-Hügels“, diesem Kalkvorsprung, von dem es seinen Namen hat.
    Die am rechten Ufer der Rhone, westlich von Valence, im Departement Ardèche gelegene A.O.C. Saint-Péray ist das südlichste Weinbaugebiet der nördlichen Côtes du Rhône. Und nicht nur darin liegt ihre Originalität: Ein Drittel der aus ihr hervorgehenden Weine sind…sprudelnde Weine!

    Das granit- und kalkhaltige Terroir der Appellation, ihr außergewöhnliches Klima und ihr schroffes Relief verleihen den Weißweinen von Saint-Péray ihren einzigartigen Charakter.
    Der ebenso einzigartige Schaumwein der Appellation ist der einzige Mousseux des Rhonetals. Die „traditionelle“ Methode wurde von den Winzern der Appellation im Jahre 1829 erlernt.

    Heute sind ihre blassgoldenen Stillweine subtil und frisch, aromatisch und ausgewogen und verströmen blumige und mineralische Noten. Der Saint-Péray-Schaumwein, der aus der oftmals dominanten Marsanne-Rebe gewonnen wird, nimmt Noten von getoastetem Brot, Honig und Mandeln an und sorgt bei Weinliebhabern aus aller Welt für Gaumenfreuden.

    Wohlgeschmack




    Der Saint-Péray, ein reines Ardèche-Produkt, besteht aus den beiden Rebsorten Marsanne und Roussanne. Die Stillweine sind leicht, haben wenig Säure und zeigen Aromen von getrockneter Aprikose, Akazie, Bienenwachs, Quitte, Gewürzen, getrockneten Früchten (Mandel, Nuss und Haselnuss), frischen Litschis, Honig, weißem Pfirsich, gebratenem Apfel, Lakritze, Veilchen, Zitrusfrüchten...
    Aus der delikaten, subtilen Roussanne werden Weine von sehr hoher Qualität gewonnen. Sie sind fein, von strohgelber Farbe und bieten ein bemerkenswertes Bouquet sowie eine sehr gute Alterungsfähigkeit.
    Die ursprünglichen aromatischen Bestandteile dieser Rebsorte erinnern an Aprikose, Weißdorn, Rohkaffee, Geißblatt, Honig, die diskrete Narzisse, die Iriswurzel...

  2. Geschichte

    Im XV. Jahrhundert verlassen die Dorfbewohner das Gelände der Burg Crussol und siedeln im Mialan-Tal, um dort ihre Weinreben anzupflanzen. Der Dialekt der damaligen Zeit verwandelt den Namen des Dorfes Saint-Pierre-d’Ay in „Saint-Péray“. Der bereits sehr beliebte Wein findet nun bei den Königen Beliebtheit. Während der Revolution wird der Name jedoch entkonfessionalisiert: Der Saint-Péray wird eine Zeitlang in „Péray-Weißwein“ umbenannt.
    Das Jahr 1826 läutet die Innovation ein: Louis-Alexandre Faure, ein Winzer der Appellation, stellt dort das erste Mal einen Mousseux her.
    Im Jahre 1829 entsteht, inspiriert durch das Flaschengärverfahren, der erste „Perlwein“ von Saint-Péray.
    Im XIX. Jahrhundert erreichen die Saint-Péray-Weine den Höhepunkt der Popularität: Diese in ganz Europa beliebten Weißweine, still oder perlend, begleiten die Mahlzeiten der größten Herrscher, von den russischen Zaren bis zu Königin Victoria. Für die größten Künstler der damaligen Zeit sind sie außerdem eine Quelle der Inspiration: So soll sich Richard Wagner beim Komponieren des Parzivals ein Gläschen Saint-Péray gegönnt haben; die Schriftsteller Lamartine, Daudet, Maupassant und Baudelaire wiederum erwähnen den Wein in ihren Texten. Papst Pius VII. selbst lobt dessen Vorzüge.
    Das XX. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Anerkennung: Am 8. Dezember 1936 wird der Saint-Péray einer der neun ersten AOC-Weine.


    Lastenheft der Appellation aufrufen (INAO)

    1936
    Gründung der AOC Saint-Péray
  3. Geografie

    Die am rechten Ufer der Rhone, 5 km westlich von Valence gelegene A.O.C. Saint-Péray ist das südlichste Weinbaugebiet der nördlichen Côtes du Rhône. Das Appellationsgebiet ist auf die Gemeinde Saint-Péray sowie auf einen Teil der Gemeinde „Toulaud“ beschränkt. Die A.O.C. Saint-Péray umfasst heute 75 Hektar.

    Klima

    Seine Hänge mit bewegtem Relief und eine tiefe Talmulde sorgen in einer kontinentalen, wärmeren Region für ein etwas frisches Mikroklima.

  4. Die Böden

    Das originelle und komplexe Terroir des Weinbaugebietes Saint-Péray erfreut sich einer bemerkenswerten Geodiversität. Es ist das Ergebnis von Veränderungen, die vier geologische Zeitalter mit sich brachten und weist dadurch einen absolut einmaligen Charakter auf.
    Im Ersten Zeitalter verleiht ihm das Magma aus den Vulkanen des Zentralmassivs einen sehr originellen Hauch von Kieselerde.
    Im Zweiten Zeitalter nimmt der Piemont-Ligurische Ozean den Südosten Frankreichs ein: Der Berg von Crussol zeigt seine Kalkschichten aus dem Jura, die zum Kalziumgehalt des Terroirs von Saint-Péray beitragen.
    Im Dritten Zeitalter wurde der von den ansteigenden Meeren umgebene Hügel von Crussol zu einer Insel. Die marinen Ablagerungen, die sich daraufhin bildeten, haben viel zu den Lehm-Kalk-Böden der Appellation beigetragen.
    Während der großen Kaltzeiten im Vierten Zeitalter bilden die feinen, vom Wind verwehten Teilchen die Lössschichten. Die Diversität dieses Terroirs wird schließlich von der Rhone abgerundet, die dort zahlreiche Ablagerungen aus den Alpen hinterlässt.

  5. Zahlen von Saint-Péray

    Produktionsfläche

    85 hectares

    Gesamtproduktion

    3 068 hl

    Durchschnittlicher
    jährlicher Ertrag

    36 hl/ha

    *Exportzahlen nach der letzten Studie der Exportströme

    Quelle: Erntemeldung 2016