Vacqueyras

In der Ausgewogenheit liegt die Kraft! Die AOC liegt eingebettet in das Gebiet am Fuße der Gebirgskette Dentelles de Montmirail, am linken Ufer des Flusses Ouvèze, in der Gemeinde Vacqueyras.

  1. Das sonnig heiße Vacqueyras erstreckt sich im Schutze der Bergkämme Dentelles de Montmirail und bietet einen Wein von kräftiger Farbe und Tiefe und einem würzigen Duft nach überreifen Früchten und Heidelandschaft.
    Christophe Tassan

    Sommelier und Botschafter des Rhonetals

    In der Ausgewogenheit liegt die Kraft! In den vollmundigen, delikaten und komplexen Weinen der Appellation vereinen sich auf harmonische Weise die Qualitätsmerkmale der verschiedenen Terroirs...
    Am Fuße des Bergmassivs Dentelles de Montmirail, auf der linken Uferseite des Ouvèze, erstreckt sich das Anbaugebiet der AOC Vacqueyras über die zwischen den berühmten Weinlagen Gigondas und Beaume-de-Venise gelegenen Gemeinden Vacqueyras und Sarrians. Die hier gekelterten jungen Rotweine bestechen durch Aromen von kleinen roten Früchten und Veilchen, die in den älteren Jahrgängen Noten von Lakritze, Unterholz, Pfeffer und Gewürz entwickeln. Die wenigen Weißweine sind leuchtend und fein und die noch selteneren Rosés rund und weich mit Aromen von Blüten und Walderdbeeren.
    Die Schönheit eines Weines liegt in seiner Ausgewogenheit und seinem Charakter. In Vacqueyras werden kraftvolle Weine mit sicherlich deutlichem Charakter komponiert, doch zeichnen sich diese immer auch durch Frische und besondere Eleganz aus.
    Und schließlich muss noch erwähnt werden, dass der Vacqueyras-Wein seit 1998 der offizielle Spitzenwein der berühmten Theaterfestspiele von Avignon (Festival d'Avignon) ist

    Wohlgeschmack




    Für die Bereitung der Rotweine (97 % der Erzeugung) wird hauptsächlich die Grenache Noir (mindestens 50 %) verwendet, gefolgt von der Syrah-Traube und der Mourvèdre (mindestens 20 %). Zusammengenommen müssen Grenache, Syrah und Mourvèdre mindestens 90 % der Sortenzusammensetzung ausmachen. Die anderen Rebsorten der Côtes du Rhône dürfen mit maximal 10 % vertreten sein. Zu beachten: Die bis dato verbotene Rebsorte Carignan ist wieder zulässig.

    Die Rotweine haben eine schöne tiefrote Farbe mit helleren rubinroten Schattierungen für die jüngeren Weine und einem dunklen Farbton für die Lagerweine. In der Nase lassen sich schnell fruchtige Anklänge entdecken: Schwarzkirsche, Kernobst und Brombeere mit Noten von kandierten Früchten, wie z. B. Feigen für die lagerfähigen Jahrgänge. Meistens treten die würzigen Nuancen im Verlauf der Zeit stärker hervor und erinnern dann an Leder oder Wild. Sie können sogar leicht rauchige Untertöne entwickeln. Die Weine sind körperreich, mächtig und vollmundig und von schöner Länge im Finale.
    Die Weine haben eine hübsche Farbe mit leichten Goldtönen. Ihr fruchtiges Bouquet ist üppig und duftend ... wie die „Garigue“ (mediterrane Strauchlandschaft).
    Die Weißweine von schöner hellgelber Farbe mit grünem glänzenden Schimmer werden aus den Trauben Clairette, Grenache Blanc, Bourboulenc, Roussanne, Marsanne und Viognier gekeltert, die jeweils nicht mehr als 80 % der Rebsortenzusammensetzung ausmachen dürfen. Ihr Bouquet ist blumig mit Noten von Akazie und Ginster und wird manchmal von leichten Anklängen an Zitrusfrüchten begleitet.

  2. Geschichte

    Die römische Besiedlung hat dazu beigetragen, den Weinbau im Rhonetal voranzutreiben. Im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. weiteten sich die Rebflächen besonders um Orange herum deutlich aus. Untermauert wird dies durch die Reste einer römischen Villa, die in Vacqueyras - Vaqueiras auf Provenzalisch - gefunden wurden. Der Name Vacqueyras leitet sich übrigens von dem lateinischen Wort Valléa Quadreria, Tal der Steine, ab.
    Dennoch wird der Weinbau in Vacqueyras erstmals in Schriften aus dem Mittelalter erwähnt. So erscheint der Weinberg Vacqueyras 1414 im ersten Kataster der Comtat de Venaissin (Grafschaft). Zudem gibt es Aufzeichnungen aus dem Jahr 1448, in denen die Erhebung von Steuern auf Trauben- und Weinerträge in Vacqueyras erwähnt wird.
    Infolge der Revolution wurden 1791 die Weingärten der Grafschaft Venaissin und darunter auch die von Vacqueyras an Frankreich angegliedert.
    1937 gehört das Dorf Vacqueyras noch zur Gebietsappellation Côtes du Rhône.
    1955 wird es in die Gemeindeappellation Côtes du Rhône Villages aufgenommen. 1967 erhält Vacqueyras zusammen mit zahlreichen anderen Gemeinden den Status einer AOC Côtes du Rhône Villages mit angefügtem Ortsnamen. Am 22. Februar 1990 entscheidet das „Institut National des Appellations d’Origine Contrôlée - INAO“ (nationales Institut für Herkunft und Qualität), das Vacqueyras alle Voraussetzungen erfüllt, um zu einer eigenen Appellation (AOC Vacqueyras) zu werden. Seitdem ist die Weinerzeugung strengen Regeln unterzogen. So ist beispielsweise der Grundertrag auf 36 Hektoliter pro Hektar Rebfläche festgelegt und zählt damit zu einem der niedrigsten Frankreichs. Die Ernte muss von Hand verlesen werden und die Reben mindestens drei Jahre alt sein, bevor aus ihnen der Vacqueyras gekeltert werden darf.


    Lastenheft der Appellation aufrufen (INAO)

    1990
    Gründung der AOC Vacqueyras
  3. Geografie

    Das Anbaugebiet erstreckt sich über die beiden Gemeinden Vacqueyras und Sarrians im Département Vaucluse am Fuße des Bergmassivs Dentelles de Montmirail.

    Klima

    Es herrscht Mittelmeerklima, was von außerordentlichem Vorteil ist... Der Mistral ist ein zusätzlicher Verbündeter. Er bläst die Reben trocken und schützt sie so vor Pilzbefall. Außerdem befreit er sie von Schädlingen. Die saisonbedingten Regenfälle sind äußerst ergiebig. Im Sommer herrschen sehr hohe Temperaturen.



  4. Die Böden

    Das Gebiet dieser AOC liegt am Fuße der Dentelles de Montmirail, dem westlichsten Teil des Massivs der Baronnies, und setzt sich aus Alluvialböden und Terrassen der Riss-Kaltzeit zusammen.
    Die Böden sind sand- und lehmhaltig und auf den Terrassen mit großen Kiesgeröllen aus der Ouvèze bedeckt.

  5. Zahlen von Vacqueyras

    Produktionsfläche

    1 412 hectares

    Gesamtproduktion

    45 620 hl

    Farbe

    • 95% Rot
    • 4% Weiss
    • 1% Roséwein

    Durchschnittlicher
    jährlicher Ertrag

    32 hl/ha

    *Exportzahlen nach der letzten Studie der Exportströme

    Quelle: Erntemeldung 2016