Ventoux

Hier ist Gastronomie zu Hause

Das Gebiet Mont Ventoux wurde im Jahre 1990 von der UNESCO als ‚Biosphärenreservat‘ anerkannt. Es ist der schmucke Hintergrund von Terroirs, die mit Rücksicht auf die Natur sowie auf das kulturelle und historische Erbe der Region bewirtschaftet werden.

  1. Der wohlwollende Riese Mont Ventoux beschützt die duftenden Heidelandschaften und sorgsam bestellten Weinberge und bringt Weine hervor, die dazu einladen, in geselliger Runde bei einer duftenden und köstlichen Farandole das Tanzbein zu schwingen.
    Christophe Tassan

    Sommelier und Botschafter des Rhonetals

    Die Weine der Weinbauregion Côtes-du-Ventoux profitieren von einem geschützten Terroir und einer außergewöhnlichen Biodiversität.
    Das Gebiet Mont Ventoux wurde im Jahre 1990 von der UNESCO als ‚Biosphärenreservat‘ anerkannt. Es ist der schmucke Hintergrund von Terroirs, die mit Rücksicht auf die Natur sowie auf das kulturelle und historische Erbe der Region bewirtschaftet werden.

    An den Hängen des Ventoux, zwischen Stein- und Weißeichen, Zedern, Buchen, Lärchen und Pinien, treffen Mittelmeer und alpine Welt aufeinander. Dort haben sich viele seltene bzw. endemische Pflanzenspezies sowie eine artenreiche Fauna mit Hirschen und Raubvögeln erhalten...Diese Fülle von Leben und Geschmack prägt die breite Palette der Weine der Appellation AOC Ventoux.

    Zweifellos befinden wir uns hier auf jenem gastronomischen Boden, der von Alphonse Daudet in seinem Werk „Die drei stillen Messen“ verewigt wurde. Im Schloss Trinquelage, in der Gegend von Ventoux, ließ sich der Pfarrer Dom Balaguère von seinem Mesner zu einem unglaublichen Weihnachtsmahl verführen … Wer würde ihm nicht verzeihen?

    Die Ventoux-Rotweine sind von dieser Fülle inspiriert; sie sind weich und reich an Aromen, von roten Früchten und Gewürzen bis hin zu Leder, Lakritze und Trüffel. Dank ihres Rufs konnten sie den Atlantik überqueren. In ihrem Kielwasser folgten die frischen Roséweine, deren Geschmack noch lange im Mund anhält, mit Noten von Kirschen, Himbeeren und Blumen ... Die Weißweine erinnern an Iris, Akazie und Zitrusfrüchte...

    Wohlgeschmack




    Die Rot- und Roséweine der Appellation stammen aus den Hauptrebsorten Grenache Noir, Syrah, Cinsault, Mourvèdre und Carignan. Die Nebenrebsorten sind zu maximal 20 % zugelassen. Es handelt sich um Bourboulenc, Clairette, Counoise, Grenache Blanc, Marsanne, Marselan, Picpoul Noir, Roussanne, Vermentino und Viognier. Dabei ist zu beachten, dass Marselan und Vermentino 10 % des Rebsortenbestands nicht überschreiten dürfen. Die Ventoux-Weine zeichnen sich durch Noten von roten Früchten, schwarzer Johannisbeere oder Brombeeren aus, sind angenehm im Mund und können komplexere Aromen wie Vanille und Lakritze aufweisen, mit einer schönen Materie und einer guten Länge im Mund.
    Die Ventoux-Roséweine stammen von den Rebsorten Grenache, Syrah, Mourvèdre, Cinsault oder Carignan. Sie folgen dem Trend der Genussweine, die zu einer kompletten Mahlzeit passen.
    Bei den Weißweinen heißen die Hauptrebsorten Bourboulenc, Clairette, Grenache Blanc und Roussanne. Die Nebenrebsorten sind Marsanne, Vermentino und Viognier. Ihr Anteil darf 10 % des Rebsortenbestands nicht überschreiten.

  2. Geschichte

    Die Reben wachsen auf diesem Terrain seit dem höchsten Altertum. Bei Ausgrabungen wurde am Standort von Mazan eine Töpferwerkstatt aus dem 1. Jahrhundert vor unserer Zeit entdeckt, in der die ersten, in Frankreich bekannten Weinamphoren hergestellt wurden.

    Das Weinbaugebiet der Appellation AOC Ventoux erfreute sich zur Zeit der Päpste in Avignon eines starken Wachstums. Im Laufe der Jahrhunderte hielten die Ventoux-Weine am Hof der Könige Frankreichs Einzug, zusammen mit den anderen großen Weinen des Königreichs.

    Im Jahre 1939 schlossen sich die Winzer zu einer Gewerkschaft für die Weine der Ventoux-Region zusammen, um die Qualität und die Eigenschaften der Weine der Region zu fördern. Ihrer Aktion ist es zu verdanken, dass ihre Weine im Jahre 1953 die Qualitätsbezeichnung „Vin Délimité de Qualité Supérieure – VDQS“ (Weine höherer Qualität aus begrenztem Anbaugebiet) erhielten sowie 1973 das AOC-Siegel.


    Lastenheft der Appellation aufrufen (INAO)

    1973
    Gründung der AOC Ventoux
  3. Geografie

    Das Weinbaugebiet befindet sich östlich des Rhonetals, auf dem Terrain von 51 Gemeinden des Departements Vaucluse. Dieses Gebiet, dessen Wein in einer von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannten Landschaft wächst und gedeiht, grenzt im Süden an den Fluss Calavon und bleibt durch den Mont Ventoux und die Gebirgskette Dentelles de Montmirail vom Mistral verschont.

    Klima

    gemäßigt mediterran mit einem leichten Gebirgseinfluss (Mont Ventoux und Vaucluse-Berge).

  4. Die Böden

    Sie bestehen aus Sedimenten, die von den Meeren der Tertiärzeit an der Basis des Kalkmassivs des Ventoux abgelagert wurden und zeigen eine erstaunliche Vielfalt an geologischen Formationen. Hier findet man drei hauptsächliche Bodentypen:
    • rote Böden, die durch Kalkabbau entstanden sind,
    • Böden, die aus einer Mischung aus Sand und ockerfarbenem Lehm bestehen,
    • Schuttböden, die mit aus dem Berg gelöstem Rollkies oder Kalkschutt bedeckt sind.
    Diese wechselnden Terroirs in Verbindung mit dem provenzalischen Klima und den zahlreichen Mikroklimata der Berge, Ebenen und Täler der Appellation sorgen für eine Vermehrung der Geschmacksnuancen der AOC-Weine.

  5. Zahlen von Ventoux

    Produktionsfläche

    5 774 hectares

    Gesamtproduktion

    269 578 hl

    Farbe

    • 68% Rot
    • 4% Weiss
    • 28% Roséwein

    Durchschnittlicher
    jährlicher Ertrag

    47 hl/ha

    *Exportzahlen nach der letzten Studie der Exportströme

    Quelle: Erntemeldung 2016